Aus dem Archiv gefischt:
Ein Zahnmediziner aus Wieren,
der sollte ‘nen Zahn extrahieren.
Doch durch ein Verseh’n
zog er leider zehn
und sagte: „Das kann mal passieren.“
Willi Giere

Limerick zum 100. Geburtstag von Loriot

Loriot-Figuren "Zwei Herren im Bad"

Er war schon zu Lebzeiten eine Legende und daran hat sich auch über 12 Jahre nach seinem Tod nichts geändert. Vicco von Bülow alias Loriot würde heute seinen 100. Geburtstag feiern. Dieser Mann hat den deutschen Humor erst erfunden und deshalb möchte Limerix ihm mit einem Jubiläumslimerick ein kleines Denkmal setzen. An diesem Limerick habe ich unzählige Stunden gefeilt, um die besten Reime, die klangvollsten Worte und die gnadenloseste Pointe zu finden. Ich möchte nicht ohne Stolz behaupten: Es ist einer meiner besten Limericks geworden! Daher kann ich ihn unmöglich selbst vortragen, sondern lasse einen ganz besonderen Gast zu Wort kommen, der Loriot-Fans sicher bekannt sein dürfte.

Hinweis: Leider gibt es zum heutigen Limerick keine Textversion, da der Überraschungsgast das Manuskript verzehrt hat.

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Das bisschen Haushalt

Riesiger Berg mit schmutzigem Geschirr

„Das bisschen Haushalt macht sich von allein, sagt mein Mann“ sang Johanna von Koczian vor über 45 Jahren. Aber wer sich diese in Schlagerform verkündete Lebensweisheit zueigen machte, musste schnell feststellen, dass er einer Lüge aufgesessen war. Noch schlimmer: Man konnte sich gar den Unmut der Ehefrau zuziehen, wie es einem Herrn aus Königsbach-Stein jüngst widerfahren ist.

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Einem Gatten aus Königsbach-Stein, 
dem fiel’s ums Verrecken nicht ein, 
mal zu spülen, zu putzen, 
statt nur zu verschmutzen.  
Das war’s dann, er lebt jetzt allein.
Ursula Eppler
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Lost in Fernost

Jesus auf einer exotischen Insel schaut disorientiert zum Himmel

Asien ist riesig. Und auch die Länder Südostasiens durchwandert man nicht mal eben an einem Sonntagnachmittag. Da kann man selbst als Religionsbegründer schon mal den Glauben an die Schöpfung und den eigenen Orientierungssinn verlieren.

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Auf einem fernöstlichen Eiland
verirrte sich weiland der Heiland.
Er schrie: „So ein Chaos! -
Bin ich nun in Laos,
Kambodscha, Vietnam oder Thailand?“
Klaus Schedlberger
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Limericks für Adventskalender gesucht

Mehrere nebeneinandergereihte Dixi-Klos

Update: Die Abgabefrist wurde auf Sonntag, den 26.11.2023 um 12 Uhr verlängert. Es sind schon sehr viele Limericks eingegangen, aber vor allem Gedichte über ausgefallene Themen (schon sehr häufig bedichtet: Weihnachten, Weihnachtsmann, Betlehem, Nikolaus etc.) haben noch gute Chancen, in den Kalender aufgenommen zu werden!

Am 1. Dezember startet der erste Limerix-Adventskalender – vorausgesetzt, ich habe bis dahin genug passende Limericks beisammen. Damit ich nicht alle 24 Türchen selbst befüllen muss, seid ihr gefragt, meine lieben Dichterinnen und Dichter! Schickt mir eure Limericks zum Thema Advent, Weihnachten, Nikolaus, Lebkuchen, Winter oder welches Thema ihr auch immer mit dem Dezember in Verbindung bringt. Benutzt dafür das Limerick-Einreichformular. Ihr könnt so viele Limericks schicken, wie ihr wollt (auch Varianten sind gestattet), aber auch hier gilt: Nur die besten schaffen es in den Kalender und werden im Studio eingesprochen. Schaut euch gerne noch mal mein Limerick-Tutorial an und poliert eure Limericks, bevor ihr sie abschickt, auf dass sie glänzen wie eine Weihnachtskugel!

Einsendeschluss ist Freitag, der 24. November. Um den Kalender nicht zu verpassen, abonniert einfach den Limerix-Podcast, falls ihr das noch nicht getant habt oder schaut ab dem 1. Dezember täglich hier vorbei.

Hinweis: Alle Limericks, die mir schon im letzten Jahr zum Thema Weihnachten eingesandt wurden, werden mitberücksichtig, sollten sie den Qualitätsrichtlinien entsprechen!

Ich freue mich auf eure Einsendungen!
-> Zum Einsendeformular

Halloween 2023 – Der Ton wird rauer

Vier Horrorkinder vor einer geöffneten Tür.
In Düppel sollte man an Halloween besser gar nicht erst die Tür öffnen.

„Süßes oder Saures!“ – Mit diesem fast schüchternen Sprüchlein nötigen seit den 1990er Jahren einmal jährlich auch in Deutschland Kinder friedliebenden Bürgern ihre letzten Süßigkeiten ab. Einige beobachten jedoch eine Verschärfung des Tons, der vor allem in sozialen Brennpunkten wie dem Berliner Villenviertel Düppel bedenkliche Ausmaße angenommen haben soll. Ein Limerix-Reporter hat sich unter Lebensgefahr in diesem Jahr selbst ein Bild davon gemacht.

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Ein Kleinkind im Ghetto von Düppel,
das schwang einen riesigen Knüppel
und schrie: „Ich begrüß es,
gebt ihr mir was Süßes!
Sonst schlag' ich euch alle zum Krüppel!“ 

Der König in Thule – zwei Limericks

Alter König mit Krone und Bart auf einem Thron hält einen goldenen Kelch in der Hand.
Der König von Thule - Gemälde von Pierre Jean Van der Ouderaa

Wem klassische Gedichte zu lang sind, für den schafft Limerix Abhilfe: In der Reihe „Klassiker – kurz gefasst“ reduzieren wir die alten Meisterwerke auf das Wesentliche, denn Zeit ist kostbar! Goethes Gedicht „Der König von Thule“ ist selbst nur ein Ausschnitt aus seinem Faust und wird von Gretchen gesungen. Was aber macht der Limerix-Redakteur, wenn er kein Gretchen greifbar hat, aber dafür gleich zwei Limericks zu Goethes „Der König von Thule“ von zwei verschiedenen Autoren bekommt? Nun, die Lösung ist einfach: Er greift zur Ukulele und zum Theremin (wobei ein Theremin eigentlich nicht gegriffen wird) und bettet beide Gedichte in eine Instrumentalfassung des Evergreens ein. Und selbst die ist immer noch kürzer als Goethes Original!

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1)
Es war mal ein König in Thule
mit einer ihn liebenden Buhle.
Die schenkte dem Zecher
im Sterben 'nen Becher.
Wir lesen's bis heut' in der Schule.

2)
Es war mal ein König in Thule,
der hielt sich im Schloss eine Buhle.
Die war ihm sehr hold,
versah ihn mit Gold,
das warf er zum Schluss in die Kuhle.
1) Sören Köser, 2) Helmut Lindhorst
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Leben am Limit

Rocker mit Bart auf Motorrad

Die Risiken in unserer modernen Welt sind überschaubar: Die Pest ist ausgerottet, die Nahrungsbeschaffung erfolgt i.d.R. kampflos und, wenn wir nicht gerade in Trentino joggen, werden wir hierzulande eher selten von Raubtieren angefallen. Den zu einem erfüllten Leben nötigen Kick Adrenalin muss man sich da schon mal selber suchen, z.B. in Schwelm.

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Ich traf 'nen Hells Angel aus Schwelm
und klopfte ihm zart auf den Helm.
Sprach: "Jemand zu Hause?
Spendier mir 'ne Brause!"
Drauf er: "Na, du bist mir ein Schelm!"
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Gutbürgerlich

Foto: 4666192 auf Pixabay

Wer nach Witten kommt und sich fragt, wo man eine gutbürgerliche Mahlzeit einnehmen könne, für den hat Gastautor Helmut Lindhorst einen Geheimtipp.

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Ein tüchtiger Gastwirt in Witten
serviert gerne Gulasch mit Fritten.
Das Fleisch kommt stets frisch
bei ihm auf den Tisch
vom Klepper, noch gestern beritten.
Helmut Lindhorst
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