Kategorie: unorthodox [3]

Lost in Fernost

Jesus auf einer exotischen Insel schaut disorientiert zum Himmel

Asien ist riesig. Und auch die Länder Südostasiens durchwandert man nicht mal eben an einem Sonntagnachmittag. Da kann man selbst als Religionsbegründer schon mal den Glauben an die Schöpfung und den eigenen Orientierungssinn verlieren.

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Auf einem fernöstlichen Eiland
verirrte sich weiland der Heiland.
Er schrie: „So ein Chaos! -
Bin ich nun in Laos,
Kambodscha, Vietnam oder Thailand?“
Klaus Schedlberger
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Der König in Thule – zwei Limericks

Alter König mit Krone und Bart auf einem Thron hält einen goldenen Kelch in der Hand.
Der König von Thule - Gemälde von Pierre Jean Van der Ouderaa

Wem klassische Gedichte zu lang sind, für den schafft Limerix Abhilfe: In der Reihe „Klassiker – kurz gefasst“ reduzieren wir die alten Meisterwerke auf das Wesentliche, denn Zeit ist kostbar! Goethes Gedicht „Der König von Thule“ ist selbst nur ein Ausschnitt aus seinem Faust und wird von Gretchen gesungen. Was aber macht der Limerix-Redakteur, wenn er kein Gretchen greifbar hat, aber dafür gleich zwei Limericks zu Goethes „Der König von Thule“ von zwei verschiedenen Autoren bekommt? Nun, die Lösung ist einfach: Er greift zur Ukulele und zum Theremin (wobei ein Theremin eigentlich nicht gegriffen wird) und bettet beide Gedichte in eine Instrumentalfassung des Evergreens ein. Und selbst die ist immer noch kürzer als Goethes Original!

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1)
Es war mal ein König in Thule
mit einer ihn liebenden Buhle.
Die schenkte dem Zecher
im Sterben 'nen Becher.
Wir lesen's bis heut' in der Schule.

2)
Es war mal ein König in Thule,
der hielt sich im Schloss eine Buhle.
Die war ihm sehr hold,
versah ihn mit Gold,
das warf er zum Schluss in die Kuhle.
1) Sören Köser, 2) Helmut Lindhorst
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Barbie-Realitätsabgleich

Abgenutzte, schmutzige Barbie liegt in einem Mülleimer

Die Barbie lässt Mädchenherzen höher schlagen und ist inzwischen sogar ein Kinostar. Doch die pinke Barbiewelt bekommt Risse, wenn Kinder anfangen, sie kritisch zu hinterfragen. Dieser Limerick wurde eingesprochen von der legendären Elsa Frank.

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Die Barbie ist nur ein Stück Plastik,
ihre Welt pink gefärbte Fantastik.
Kein Gramm auf den Rippen,
kein Alk, keine Kippen … 
Wird Zeit, dass ich sie in den Knast schick!

100 mal Limerix – Die Jubiläumsausgabe

Gemälde nach Spitzweg: Der arme Limerick-Poet in seiner Dachkammer mit Partyhut. Die Zahl 100 ist aufs Bild gedruckt.

Man kann es kaum glauben, aber dies ist tatsächlich schon die 100. Limerix-Folge! Da wird es Zeit, dass ich mir mal richtig auf die Schulter klopfe. Und natürlich gibt es zur Feier des Tages eine kleine Überraschung.

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Verzeiht mir, wenn ich es heut wage
und euch hiermit Folgendes sage:
Aufs Limerickdichten
werd’ ich mal verzichten.
Ich habe noch Resturlaubstage.
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Der Zocker

Zwei ältere Herren pokern um Geld

Während der alte Graf Quast aus diesem Limerick von Willi Giere offenbar der Spielsucht anheim gefallen ist, scheint der Dichter eine Vorliebe für Binnenreime zu pflegen.

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Der alte Graf Quast hat ein Laster:
Er spielt im Palast gern um Zaster.
So hat mancher Gast
den Zaster verprasst.
Nur nicht bei Canasta, das hasst er. 
Willi Giere
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Tina Turner

Tina Turner als Silhouette vor einem Sonnenuntergang. Sie streckt den Arm nach oben, sie singt und ihr Haar weht im Wind
Bild erstellt mit Playground AI

Ein Nachruf auf eine Legende wie Tina Turner in fünf Zeilen kann eigentlich nur scheitern. Aber wie schon Oprah Winfrey sagte: „Scheitern ist ein weiteres Sprungbrett zur Größe.“ Und ich glaube, auch Tina Turner konnte davon ein Lied singen. Wenn es auch andere Hits waren, die uns im Ohr geblieben sind. 🙂

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Tina Turner war voller Gesang,
Persönlichkeit, Anmut und Klang.
All ihr Leid und den Dreck
fegte sie einfach weg.
Unvergessen, ein Weltstar von Rang.
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Schneckenzeckenbiss

Zecke auf einem Blatt

Sie lauern uns auf, um uns gnadenlos auszusaugen. Die Rede ist nicht von Steuerfahndern, sondern von einer Milbenart, die unter dem Namen „Zecke“ berüchtigt und sowohl für Mensch als auch Tier eine Plage ist. Viele fragen sich, wozu die Evolution solche perfiden Wesen überhaupt hervorgebracht hat. Der Dichter indes erfreut sich an den vielen Reimmöglichkeiten, die dieser Parasit ihm schenkt.

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Es saß mal versteckt in der Ecke
‘ne Zecke und biss eine Schnecke.
Die Zecke, sie schluckte,
die Schnecke die zuckte,
und spuckte: „Hey Zecke, verrecke!“
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