Limericks zum Thema:

Ehe

Es mahnte ein Pfarrer in Rieden
die Gläubigen: „Mehret den Frieden!“
Da sagte ein Mann:
„Ich tu, was ich kann.
Drum bin ich seit gestern geschieden.“
Thomas Elbrecht
Zum Gatten sprach Lisa aus Dissen,
die Stimmung im Land sei beschissen.
Der meinte: „Mitnichten,
Der Merz wird’s bald richten.“
Da weinte sie leise ins Kissen
Ein Ehemann ließ sich in Fischen
mit seiner Geliebten erwischen.
Die Frau rief: „Wie schön,
auch du liebst Marleen!“
Seitdem liegt er immer dazwischen.
Willi Giere
Ein Ehemann aus Ludwigshafen,
der hat den Geburtstag verschlafen ...
seiner Frau. Nicht so schlau!
Stimmung mau. Echo rau.
Auge blau, wo die Fäuste ihn trafen.
Olaf Sieber
Einem Gatten aus Königsbach-Stein, 
dem fiel’s ums Verrecken nicht ein, 
mal zu spülen, zu putzen, 
statt nur zu verschmutzen.  
Das war’s dann, er lebt jetzt allein.
Ursula Eppler
Herr Klein war zur Kur in Bad Brückenau
und ächzte: „Ich kann mich nicht bücken, Frau!“
Die Frau sprach: „Mein Schatz,
mach nicht so’n Rabatz,
weil ich dir sonst gleich deine Krücken klau.“
Eine Frau aus dem Fischerdorf Freest,
die war schon ein bisschen verwest.
Sie bat ihren Gatten,
sie bald zu bestatten.
Der meinte: „Wenn du drauf bestehst.“
Es lebte ein Mann auf dem Peenehof,
der fand seine Gattin Marlene doof.
Sie nahm sich beim Wandern
dann schnell einen andern.
Drauf er: “Jut, dass ick jetz’ alleene loof.”
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